garstig

Beispiel: „Florian ist ein garstiges Kind. Wenn er etwas nicht bekommt, bewirft er seine Eltern mit Spielzeug.“ — „Draußen fängt es garstig an zu regnen“.

Herkunft / Bedeutung: Das Wort ist aus dem Mittelalter, wahrscheinlich dem 15. Jahrhundert überliefert. Das Adjektiv stammt aus dem niederhochdeutschen bzw. mittelhochdeutschen Sprachgebrauch. Das mittelhochdeutsche „garst“ bedeutet eigentlich „ranzig, verdorben“. Diesen Sinn behielt das Wort bis ins 18. Jahrhundert. Danach wandelte es sich und wurde mehr im Sinne von „unfreundlich, widerwärtig“ verwendet. Heutigentags signalisiert „garstig“ hauptsächlich ein Fehlverhalten von (Klein)kindern. Selbst bei der Verwendung bei Erwachsenen bekommt die Aussage einen kindischen Beigeschmack.

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