Wortreiche Erfahrungen

Alte und ungebräuchliche Worte werden auf Herkunft und Bedeutung analysiert.

Tag: Adverb

alldieweil

Beispiel: „Im Park wurde er immer traurig, alldieweil sie ihn dort damals verließ.“ — „In der Kirche spielt noch die Orgel, alldieweil hat man sich vor der Kirche zum Spalier aufgestellt.“

Herkunft / Bedeutung: Vorformen des Begriffs kommen aus dem 9. Jahrhundert vom althochdeutschen „thiu wīla sō“, wörtlich: so lange wie. Es verkürzte sich im Laufe der Zeit und wurde im Mittelhochdeutschen zu „die wīle“ (während, solange). Schließlich im 15. Jahrhundert wurde es zu „weil“.

„Alldieweil“ wird heute noch noch scherzhaft verwendet und hat im Grunde zwei Bedeutungen. Im ersten Beispiel ist es synonym für „weil“, im zweiten bedeutet es „währenddessen“.

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vor­der­hand

Beispiel: „Der Bundesrat setzt auf Selbstregulierung des Mediensektors und vertritt die Ansicht, dass sich die Branche vorderhand selbst helfen muss“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet so viel wie „zunächst“ oder „vorläufig“.

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weiland

Beispiel: „Ich stehe hier wie weiland Hermann der Etrusker“

Herkunft / Bedeutung: Dieses sehr altertümliche Wort bedeutet so viel wie „einst“, „damals“ oder „früher“. Es leitet sich von einer Deklination des Wortes „Weile“ ab.

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allenthalben

Beispiel: „Jetzt wird wieder allenthalben nach dem Schuldigen gesucht.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „überall“, in Süddeutschland kann es auch „bei jeder Gelegenheit“ bedeuten.

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