Wortreiche Erfahrungen

Alte und ungebräuchliche Worte werden auf Herkunft und Bedeutung analysiert.

Tag: Adjektiv

klandestin

Beispiel: „Er schob ihr klandestin den Zettel zu.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „im Verborgenen“ oder „heimlich“. Dieser veraltete Begriff kommt vom französischen „clandestin“ bzw dem lateinischen „clandestinus“ für „heimlich“.

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lukullisch

Beispiel: „Der Besuch im Restaurant war eine lukullische Offenbahrung.“

Herkunft / Bedeutung: Ein lukullisches Mahl bedeutet, dass die Mahlzeit üppig, erlesen und raffiniert ist. Es leitet sich ab vom altrömischen Feldherren Lucullus, der als Feinschmecker und Genießer bekannt war.

Weitere Quellen:

grantig

Beispiel: „Hans ist grantig seit seine Bestellung storniert wurde.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „schlecht gelaunt“ oder auch „unhöflich“. Die Herkunft ist nicht geklärt. Möglicherweise geht es auf das oberdeutsche Verb „grennen“ (weinen) zurück.

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schlotzig

Beispiel: „Risotto muss schlotzig sein!“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „sämig“ oder auch „schleimig, aber eher cremig“. Das Wort wurde in Funk und Fernsehen vom TV-Koch Tim Mälzer geprägt und hat sich so mit dem Rezept für Risotto verbreitet. Ob es dieses Wort überhaupt „offiziell“ gib und wie es überliefert ist, kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Möglicherweise leitet es sich vom schwäbischen „schlotzen“ ab, dort bedeutet es „genüsslich trinken. Eine Anfrage bei Herrn Mälzer über Ursprung und Verwendung läuft bereits und sollte in Kürze beantwortet sein.

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Schmock

Beispiel: „Er ist ein unangenehmer Schmock“ — „Mein Monitor ist wieder total verschmockt“

Herkunft / Bedeutung: Das jiddische Wort „Schmock“ bedeutet abwertend Tölpel oder unangenehmer Mensch. Davon abgewandelt gibt es dann mehrere Bedeutungen, die auch „verschmutzt“ oder „leeres Gerede“ bedeuten. Zudem gibt es regionale Verwendungen: In Hamburg wird es für „abgelehnter Zuhälter“ verwendet.

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frivol

Beispiel: „Susi sieht in ihrem Kleid sehr frivol aus.“ — „Susanna Stauber ist berühmt für ihre frech-frivolen Chansons.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet so viel wie „frech, schamlos, verrucht“ oder auch „leichtfertig“. Dabei leitet es sich von dem lateinischen „frivolus“ (zerbrechlich, nichtig, wertlos) sowie vom französischen „frivole“ (eitel, leichtfertig) ab. Es ist ein relativ junges deutsches Wort und wurde im 18. Jahrhundert geprägt. Hierbei vollzog sich ein Bedeutungswandel von „unbedeutend, uninteressant“ zu „unmoralisch, schlüpfrig“.

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kernig

Beispiel: „Arnold ist ein kerniger Typ. Er ist ein Macher!“ — „Respekt, das war eine kernige Rede.“ — „Auf dem Markt habe ich kernige Weintrauben gekauft“

Herkunft / Bedeutung: Dieses Adjektiv hat gleich mehrere Bedeutungen. Im ursprünglichen Sinn bedeutet es „einen oder mehrere Kerne enthaltend“. Im übertragenen und häufigeren Sinn bedeutet es „urwüchsig, kraftvoll, stark“ oder auch „fest“.

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garstig

Beispiel: „Florian ist ein garstiges Kind. Wenn er etwas nicht bekommt, bewirft er seine Eltern mit Spielzeug.“ — „Draußen fängt es garstig an zu regnen“.

Herkunft / Bedeutung: Das Wort ist aus dem Mittelalter, wahrscheinlich dem 15. Jahrhundert überliefert. Das Adjektiv stammt aus dem niederhochdeutschen bzw. mittelhochdeutschen Sprachgebrauch. Das mittelhochdeutsche „garst“ bedeutet eigentlich „ranzig, verdorben“. Diesen Sinn behielt das Wort bis ins 18. Jahrhundert. Danach wandelte es sich und wurde mehr im Sinne von „unfreundlich, widerwärtig“ verwendet. Heutigentags signalisiert „garstig“ hauptsächlich ein Fehlverhalten von (Klein)kindern. Selbst bei der Verwendung bei Erwachsenen bekommt die Aussage einen kindischen Beigeschmack.

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