Wortreiche Erfahrungen

Alte und ungebräuchliche Worte werden auf Herkunft und Bedeutung analysiert.

Tag: 16. Jahrhundert

grantig

Beispiel: „Hans ist grantig seit seine Bestellung storniert wurde.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „schlecht gelaunt“ oder auch „unhöflich“. Die Herkunft ist nicht geklärt. Möglicherweise geht es auf das oberdeutsche Verb „grennen“ (weinen) zurück.

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Rabauke

Beispiel: „Horst ist so ein Rabauke. Er schlägt ständig seine Klassenkameraden.“

Herkunft / Bedeutung: Dieses alte Schimpfwort bedeutet „Flegel“, „Lümmel“. Er wird häufig für Kinder verwendet.

Interessant ist die Herkunft über mehrere Sprachgebiete hinweg durch die Zeit: Die Herkunft ist aus dem Niederländischen vom Wort „rabauw, rabaut“ und bedeutet „Strolch“ oder „Schurke“, was sich vom altfranzösischen „ribau“ ableitet. Dieses schließlich kommt vom mittelhochdeutschen „riben“ (brünstig sein, sich begatten; ursprünglich „reiben“).

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munkeln

Beispiel: „Man munkelt, dass eine Betriebsübernahme bevorsteht.“

Herkunft / Bedeutung: Der aus der mittelhochdeutschen Sprache stammende Begriff ist ein Synonym für „tuscheln“ oder „Gerüchte verbreiten“.

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Geselle

Beispiel: „Der Meister erteilt dem Gesellen eine Lektion.“ — „Peter ist ein lustiger Geselle.“

Herkunft / Bedeutung: Es kommt vom mittelhochdeutschen „geselle“ bzw althochdeutsch „gisell(i)o“ (Freund, Kamerad). Das Wort „Saal“ ist damit verwandt. Ursprünglich bezeichnet es jemanden, der den selben Saal (Wohnung, Raum) mit einem teilt.

Heutzutage wird es hauptsächlich als Qualifikation für Handwerker verwendet. So ist der Handwerker nach seiner Lehrzeit und bestandenen Gesellenprüfung eben ein Geselle. Weniger weit verbreitet ist die Bezeichnung als Synonym für „Freund“ oder „Partner“.

Von Geselle sind einige weitere Worte abgeleitet: Gesellig, Gesellschaft, sich dazu gesellen oder auch Spießgeselle (für Handlanger, Komplize).

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weiland

Beispiel: „Ich stehe hier wie weiland Hermann der Etrusker“

Herkunft / Bedeutung: Dieses sehr altertümliche Wort bedeutet so viel wie „einst“, „damals“ oder „früher“. Es leitet sich von einer Deklination des Wortes „Weile“ ab.

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kernig

Beispiel: „Arnold ist ein kerniger Typ. Er ist ein Macher!“ — „Respekt, das war eine kernige Rede.“ — „Auf dem Markt habe ich kernige Weintrauben gekauft“

Herkunft / Bedeutung: Dieses Adjektiv hat gleich mehrere Bedeutungen. Im ursprünglichen Sinn bedeutet es „einen oder mehrere Kerne enthaltend“. Im übertragenen und häufigeren Sinn bedeutet es „urwüchsig, kraftvoll, stark“ oder auch „fest“.

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Tölpel

Beispiel: „Bei dem Angebot hat er sich übertölpeln lassen.“ — „Dieser Tölpel hat mich fast umgelaufen, als er sich umgedreht hat“

Herkunft / Bedeutung: Diesen Ausdruck für eine ungeschickte Person oder eine dumme oder unüberlegte Handlung hat einigen Quellen zufolge Luther im 16. Jahrhundert in die Gemeinsprache eingeführt. Davon abgeleitet sind die Begriffe: Tölpelei, übertölpen, tölpelhaft.

Synonyme für Tölpel in anderen Sprachgebieten sind: Tollpatsch, Stoffel, Tropf, Esel, Lackel, Depp um nur einige zu nennen. Das Wort „Tollpatsch“ ist etymologisch auch mit Tölpel verwandt. So ist das Wort aus dem Mittelhochdeutschen „Dörpel“ (Bauer, Dörfler) abgeleitet.

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