Wortreiche Erfahrungen

Alte und ungebräuchliche Worte werden auf Herkunft und Bedeutung analysiert.

Monat: Oktober, 2011

Kaltmamsell

Beispiel: „Ruf doch mal die Kaltmamsell, wir möchten bestellen.“

Herkunft / Bedeutung: Dieser Begriff ist eine Berufsbezeichnung aus der Gastronomie und bezeichnet eine Küchenkraft, die für kalte Speisen und Buffets zuständig ist. Es leitet sich von Mamsell ab, welches vom französischen Mademoiselle stammt.

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feien

Beispiel: „Davor war Peter nicht gefeit.“

Herkunft / Bedeutung: Mit Präposition „davor“ oder „dagegen“ bedeutet es immun oder unverwundbar zu sein. Es geht auf das altfranzösische „faer“ zurück

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Chaiselongue

Beispiel: „Setz dich doch solang noch auf die Chaiselongue…“

Herkunft / Bedeutung: Eine Chaiselongue ist eine gepolsterte Liege mit Kopflehne. Im Gegensatz zum Sofa hat die Chaiselongue keine Rückenlehne. Im 18. Jahrhundert wurde der Begriff aus dem Französischen entlehnt und bedeutet wörtlich „langer Stuhl“.

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klandestin

Beispiel: „Er schob ihr klandestin den Zettel zu.“

Herkunft / Bedeutung: Es bedeutet „im Verborgenen“ oder „heimlich“. Dieser veraltete Begriff kommt vom französischen „clandestin“ bzw dem lateinischen „clandestinus“ für „heimlich“.

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lukullisch

Beispiel: „Der Besuch im Restaurant war eine lukullische Offenbahrung.“

Herkunft / Bedeutung: Ein lukullisches Mahl bedeutet, dass die Mahlzeit üppig, erlesen und raffiniert ist. Es leitet sich ab vom altrömischen Feldherren Lucullus, der als Feinschmecker und Genießer bekannt war.

Weitere Quellen:

alldieweil

Beispiel: „Im Park wurde er immer traurig, alldieweil sie ihn dort damals verließ.“ — „In der Kirche spielt noch die Orgel, alldieweil hat man sich vor der Kirche zum Spalier aufgestellt.“

Herkunft / Bedeutung: Vorformen des Begriffs kommen aus dem 9. Jahrhundert vom althochdeutschen „thiu wīla sō“, wörtlich: so lange wie. Es verkürzte sich im Laufe der Zeit und wurde im Mittelhochdeutschen zu „die wīle“ (während, solange). Schließlich im 15. Jahrhundert wurde es zu „weil“.

„Alldieweil“ wird heute noch noch scherzhaft verwendet und hat im Grunde zwei Bedeutungen. Im ersten Beispiel ist es synonym für „weil“, im zweiten bedeutet es „währenddessen“.

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verhunzen

Beispiel: „Peter hat den Entwurf total verhunzt mit seinen dummen Ideen.“

Herkunft / Bedeutung: Dieser umgangssprachliche Begriff ist abwertend und bedeutet „etwas entstellen“ oder „verpfuschen“. Es leitet sich von „hunzen“ ab: „wie einen Hund behandeln“.

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betuppen

Beispiel: „Er hat versucht den Verkäufer zu betuppen, indem er falsche Preisschilder aufgeklebt hat.“

Herkunft / Bedeutung: Es ist umgangssprachlich für „jemanden übers Ohr hauen“. Leitet sich wahrscheinlich vom französischen „duper“ bzw. dem deutschen „düpieren“ ab.

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wettmachen

Beispiel: „Deine Entschuldigung macht die Beleidigung auch nicht wett.“ — „Er hat seine Verluste im Handumdrehen wettgemacht.“

Herkunft / Bedeutung: Häufig falsch verwendet als „wegmachen“. Es geht auf das veraltete Adjektiv „wett“ zurück, das so viel wie „quitt“ heißt. „Wir sind wett miteinander“ bedeutet also „Wir sind quitt miteinander“. Wettmachen bedeutet, etwas ausgleichen oder etwas ungeschehen machen.

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Puff

Beispiel: „Hans geht jeden Mittwochabend in den Puff.“ — „Er gab ihr einen Puff in die Seite.“

Herkunft / Bedeutung: Wohl landläufig bekannt ist „Puff“ als umgangssprachlicher Begriff für Bordell oder abwertend für ein Etablissement. Der Ursprung geht auf ein Backgammon-Spiel gleichen namens zurück und entwickelte sich aus der Redewendung „Mit einer Frau Puff spielen“ oder auch „Puff spielen gehen“. Seit dem 18. Jahrhundert ist es im deutschen Sprachgebrauch bekannt. Es wurde also ein Euphemismus genau wie das Verb „vögeln“.

Puff hat allerdings auch mehrere weitere Bedeutungen. So kann es ein (leichter) Schlag sein, ähnlich wie „Knuff“. Puff kann auch ein Bausch sein, wie zum Beispiel in Puffärmel oder die Anschwellung in einem Chromosom.

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